Der SoVD Hamburg unterstützt die Volkspetition „Keine Sparmaßnahmen zulasten Hamburgs Schulkinder!“. Sie richtet sich gegen geplante Veränderungen bei der Schulbegleitung und mögliche Einschnitte bei der personellen Unterstützung im Ganztag.
Die Initiator:innen der Petition fordern, notwendige Hilfen für Kinder zu sichern und Bildung bei den Haushaltsentscheidungen der Stadt zur Priorität zu machen. „Wer bei Schulbegleitung und Ganztag spart, spart an den Chancen von Kindern und gefährdet damit unsere gemeinsame Zukunft“, begründet Dr. Sally Peters, Vorständin des SoVD Hamburg die Unterstützung. „Das Konzept der gebundenen Ganztagsschule wurde in Hamburg gezielt in Stadtteilen mit hohen sozialen Herausforderungen aufgebaut. Im aktuellen Koalitionsvertrag betonen SPD und Grüne mehrfach das Ziel der Bildungsgerechtigkeit. Dieses Ziel wird gerade einfach vom Tisch gewischt. Durch die geplanten Kürzungen verstärkt sich die herrschende Bildungsungerechtigkeit weiter. Das ist ein gebrochenes Versprechen.“
Zu den zentralen Forderungen gehören der Erhalt der qualifizierten Schulbegleitung durch pädagogische Fachkräfte, zügige und bedarfsgerechte Bewilligungsverfahren sowie der Verzicht auf Kürzungen bei den Lehrkräfte-Ressourcen im Ganztag. Die Petition spricht sich außerdem für den Erhalt multiprofessioneller Teams aus Lehrkräften, Erzieher:innen und pädagogischen Fachkräften aus. Eltern, Lehrkräfte und Träger sollen bei weiteren Entscheidungen über die Umstrukturierung schulischer Unterstützungsangebote transparent einbezogen werden.
Darüber hinaus verlangen die Initiator:innen, die Neuorganisation der Schulbegleitung sofort auszusetzen und zum bisherigen Verfahren zurückzukehren, bis eine vollständige und transparente Untersuchung unter Beteiligung der Eltern vorliegt. Einsparungen sollen nach ihrer Forderung an anderer Stelle gesucht werden – nicht auf Kosten der Bildung und Unterstützung von Kindern. „Besonders unverständlich ist, wenn Familien auf die ihnen rechtlich zustehende, notwendige Unterstützung warten müssen oder Bewilligungsverfahren unnötig verzögert werden“, so Peters. „Für die betroffenen Kinder bedeutet das verlorene Zeit, für ihre Eltern zusätzliche Belastung und für die Schulen noch größere Herausforderungen. Inklusion darf nicht von der Haushaltslage oder davon abhängen, wie lange und mit welchen finanziellen Mitteln eine Familie um Hilfe kämpfen kann.“
Jetzt unterschreiben: Die Petition muss persönlich unterschrieben werden. Dafür das Formular auf der Petitionsseite als PDF herunterladen, ausfüllen und das unterschriebene Original fristgerecht einsenden.
Zur Petition „Keine Sparmaßnahmen zulasten Hamburgs Schulkinder!“
Weitere Informationen zur Position des SoVD Hamburg: „Hamburg darf nicht an Bildung sparen“
