Information und Beratung Krankenversicherung

Wir beraten und vertreten Sie bei allen sozialrechtlichen Fragen und Problemen rund um die gesetzliche Krankenversicherung.

  • Versorgung mit Arzneimitteln, Heilmitteln und Hilfsmitteln
    (z.B. Medikamente, Rollstuhl, Hörgerät)
  • Krankengeld
  • Medizinische und ergänzende Rehabilitation 
  • Zuzahlungen
  • Krankenhausbehandlung
  • Fahrtkosten
  • Haushaltshilfe
  • Krankenversicherung der Rentner
  • Häusliche Krankenpflege
  • Härtefallregelungen
  • Ärtzliche und zahnärztliche Behandlung
  • Zahnersatz

Kranken-Kasse

Ein anderes Wort ist: Kranken-Versicherung

Die meisten Menschen haben eine Kranken-Versicherung.
Die Versicherung zahlt für Dinge,
damit kranke Menschen gesund werden.
Das zahlt die Kranken-Kasse zum Beispiel:
       •   Den Arzt oder Zahn-Arzt
       •   Das Krankenhaus
       •   Medikamente
       •   Hilfsmittel, zum Beispiel einen Rollstuhl
       •   Eine Therapie, zum Beispiel Kranken-Gymnastik
       •   Eine Kur
       •   Kranken-Geld:
           Wenn ein Mensch lange nicht arbeiten kann,
​​​​​​​           bekommt er kein Gehalt mehr.
​​​​​​​           Dann bekommt er Kranken-Geld.


​​​​​​​Es gibt viele Regeln dafür,​​​​​
was die Kranken-Kasse zahlt.

  • Manches zahlt die Versicherung von selbst.
    Zum Beispiel den Haus-Arzt.
  • Für manche Dinge bekommen Sie ein Rezept vom Arzt.
    Zum Beispiel für Kranken-Gymnastik.
    Mit dem Rezept müssen Sie die Gymnastik nicht selbst zahlen.
  • Für manche Dinge müssen Sie zuerst einen Antrag stellen.
    Zum Beispiel für Zahn-Ersatz.


​​​​​​​Das können wir für Sie tun:
Wir helfen bei allen Fragen zur Pflege-Versicherung.
Zum Beispiel zum Pflege-Geld oder zur Pflege zu Hause.
Wir helfen auch bei besonderen Fragen zur Pflege:
Sprechen Sie uns einfach an.


    Infos zum Text​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​

    Expertenrat zu Kassenleistungen

    Wir verhelfen Ihnen zu vollem Durchblick

    Ob akute oder chronische Erkrankung, Unfall oder Behinderung: Die Finanzierung von Therapien, Kuren und Medikamenten, oder die Hilfsmittelversorgung und die Organisation längerfristiger Pflegeleistungen stellen Betroffene oder die Angehörigen häufig vor eine Vielzahl unterschiedlichster Fragen und Probleme. Zusammen mit unseren ehrenamtlichen Spezialisten haben wir unser Beratungsangebot zum Thema „Kranken- und Pflegekasse“ noch einmal deutlich erweitert und optimiert.

    Klären Sie Ihre Fragen und Probleme mit unseren ehrenamtlichen Experten

    Nutzen Sie unser Informationsangebot und lassen Sie sich im Rahmen unserer Expertenberatung rund um den Leistungskatalog der Kranken- und Pflegeversicherung aufklären – und überprüfen, ob Sie Leistungsansprüche haben oder gegen Ihren Bescheid Widerspruch eingelegt werden sollte. Kostenfrei. Nach Terminabsprache in unserer
    Landesgeschäftsstelle.

    Terminvereinbarung zur Expertenberatung „Kassenleistungen“:

    Weiterführende Informationen erhalten Sie über unsere Landesgeschäftsstelle.

    Unsere Angebote zum Thema Kranken-Kasse


    3.  Zusatz-Angebot: Experten-Rat zu Kassen-Leistungen


    Unsere Termine für die Beratung sind oft voll.
    Aber wenn Menschen krank sind, brauchen sie schnell Beratung.
    Darum gibt es ein Zusatz-Angebot: Der Experten-Rat.
    Das ist auch eine Beratung in unserer Geschäftsstelle.
    Die Beratung ist von Fachleuten.
    Sie machen die Beratung in ihrer Freizeit.
    Das nennt man: Ehren-Amt.

    Haben Sie Fragen zu Ihrer Kranken-Kasse?
    Sie können mit allen Fragen zur Beratung kommen.
           •   Die Berater prüfen,
               ob Ihre Kranken-Kasse etwas zahlen muss.
           •   Haben Sie eine Ablehnung bekommen?
               Dann prüfen die Berater,
               ob die Ablehnung nach den Regeln ist.
               Sie können alle Fragen stellen.

    Wichtig: Sie müssen für die Beratung einen Termin machen.
    Rufen Sie uns einfach an.

    •   Sozialverband SoVD Hamburg
                   Pestalozzistraße 38
                   22305 Hamburg
    •   Telefon: 040 - 611 60 70


    Infos zum Text

    Krankenkasse: Häufig gestellte Fragen

    Rund 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Aufgabe der Krankenkassen ist es, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. Dazu gehört auch, Krankheitsbeschwerden zu lindern. 

    Sie sind als Arbeitnehmer oder Auszubildender Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn Ihr monatliches Bruttoeinkommen unter der Versicherungspflichtgrenze (2017 = 4.800 Euro/Monat bzw. 57.600 Euro/Jahr) oder über der Geringfügigkeitsgrenze (2017 = 450 Euro/Monat) liegt. Diese Grenze wird jährlich angepasst. Ziel der gesetzlichen Krankenversicherung ist die weitgehende Abdeckung eines allgemeinen Lebensrisikos des Versicherten gegen für ihn nicht tragbare Krankheitskosten, die ihn finanziell überfordern würden. 

    Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung werden hauptsächlich durch Beiträge finanziert. Der aktuelle allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent zur gesetzlichen Krankenversicherung wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen, der Arbeitnehmer übernimmt davon einen Anteil von 7,3 Prozent (zzgl. eines indivuellen Zusatzbeitrages je nach Krankenkasse) und der Arbeitgeber von 7,3 Prozent. Alle gesetzlich versicherten Mitglieder zahlen somit einen einheitlichen Prozentsatz ihres Einkommens in den gemeinsamen Gesundheitsfonds der Krankenkassen ein.

    Die gesetzliche Krankenversicherung funktioniert nach dem Solidaritäts- und dem Sachleistungsprinzip. Das Solidaritätsprinzip gewährleistet, dass alle Versicherten unabhängig von ihrem Einkommen bzw. ihrer Beitragshöhe und ihren Krankheitsrisiken die medizinisch notwendigen Leistungen erhalten. Das Sachleistungsprinzip stellt die Leistungen ohne finanzielle Vorleistungen der Versicherten sicher. 

    Die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen, die von jeder gesetzlichen Krankenkasse angeboten werden, sind z.B. Vorsorgeuntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung und Verhütung von Krankheiten, auch Zahnbehandlungen, Standardimpfungen, Therapien zur Behandlung schwerer, langwieriger Krankheiten und die Behandlung von Unfällen mit anschließender Nachsorge. Psychotherapien werden im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsgebotes bei allen zugelassenen Therapeuten erstattet. Auch stationäre Krankenhauskosten werden erstattet. Allerdings haben Sie für stationäre Krankenhausbehandlungen einen Eigenanteil von 10 Euro pro Tag für maximal 28 Tage im Jahr zu zahlen. Bei Versicherten unter 18 Jahren entfällt dieser Anteil.

    Verschreibt Ihnen Ihr Arzt Medikamente, übernimmt Ihre Krankenkasse grundsätzlich die Kosten, sofern es sich um verordnungsfähige Medikamente handelt. Auch hier haben Sie einen Eigenanteil von 10 Prozent, mindestens aber 5 Euro und höchstens 10 Euro zu tragen. Als Heilmittel wird z.B. Krankengymnastik von Ihrer Krankenkasse übernommen. Sie haben jedoch einen Selbstbehalt von 10 Prozent der Kosten und zusätzlich 10 Euro pro Verordnung zu zahlen. Werden Ihnen Hilfsmittel, die nicht als Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens oder Bagatellhilfsmittel gelten, also z.B. Prothesen, Rollstühle oder Hörgeräte in einfacher Ausführung, von Ihrem Arzt verordnet, haben Sie einen Anspruch auf Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse. Allerdings gelten meist Festbeträge, die die Höhe der Kostenerstattung begrenzen. Bei Bandagen, Einlagen und Kompressionsstrümpfen müssen Sie einen Eigenanteil von 20 Prozent selbst übernehmen. 

    Haben Sie ein oder mehrere Kinder unter zwölf Jahren, so können Sie im Krankheitsfall des Kindes jedes Jahr grundsätzlich bis zu zehn Arbeitstage zuhause bleiben, um für Ihr Kind da zu sein. Hier zahlt Ihnen die Krankenkasse ein sogenanntes Kinderkrankengeld. 

    Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für Zahnersatz feste Beträge, deren Höhe abhängig vom Befund ist. Wenn Sie regelmäßig zu zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen gehen und ein Bonusheft führen, erhöht sich der übernommene Festbetrag: Bei fünf Jahren lückenloser Führung des Bonusheftes um 20 Prozent und bei zehn Jahren lückenloser Führung um 30 Prozent. 

    Ist eine Kur (medizinische Rehabilitation) notwendig, um einer drohenden Behinderung vorzubeugen, eine Behinderung zu beseitigen, zu bessern oder eine Verschlimmerung zu verhüten, kann eine ambulante Kur bewilligt werden. Dabei werden die Arzt- und Behandlungskosten von Ihrer Krankenkasse voll übernommen. Für Unterbringung und Verpflegung können Zuschüsse gewährt werden. Sollte eine ambulante Kur nicht ausreichen, kann eine stationäre Kur bewilligt werden. In diesem Fall übernimmt Ihre Krankenkasse auch die Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Sie haben allerdings für jeden Tag der gesamten Dauer ist eine Zuzahlung von 10 Euro zu tragen. Unter bestimmten Umständen können Sie von den Zuzahlungen befreit werden. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden oft auch von der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung oder auch vom Sozialhilfeträger gewährt. 

    Als Mitglied des SoVD Hamburg können Sie sich in unseren Beratungsstellen im Rahmen unserer individuellen Sozialrechtsberatung rund um die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beraten und über Ihre Rechte informieren lassen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

    Wurde z.B. Ihre Kur (medizinische Rehabilitation) oder Ihr Antrag auf Kostenübernahme für eine Behnadlung von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgelehnt, können Sie binnen eines Monats ab Zugang des Schreibens gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Als Mitglied des SoVD Hamburg prüfen wir Ihren Bescheid und vertreten Ihre berechtigten Interessen im Widerspruchsverfahren – wenn nötig, vertreten wir Sie auch auch vor dem Sozial- oder Landessozialgericht (Klage, Berufung). Im Rahmen unserer sozialrechtlichen Beratung informieren Sie unsere Fachjuristinnen und -juristen in unseren hamburgweiten Beratungsstellen über alle erforderlichen Schritte, um Ihr gutes Recht durchzusetzen.