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Wie kommen wir aus der Pandemie?

SoVD-Landeschef Klaus Wicher fordert: „Politik muss Ausstiegskonzept gegen Corona entwickeln!“

Es wird sicher eine fünfte Infektionswelle geben, sie wird wahrscheinlich nicht die letzte sein. Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender, fordert: „Wir brauchen einen Plan, wie wir in Zukunft auf pandemische Ausbrüche schneller und erfolgreicher reagieren und wie wir langfristig Corona hinter uns lassen können. Es kann nicht sein, dass große Teile unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wieder so folgenschwer heruntergefahren werden müssen“. Wicher richtet seine Forderung gleichermaßen an Gesundheitssenatorin Dr. Melanie Leonhard und Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Dafür fordert der SoVD Hamburg eine politisch-kommunikative Strategie, kohärente Maßnahmen und präventive öffentliche Gesundheitskommunikation. Parallel dazu müsse das Gesundheitssystem ertüchtigt und neu modelliert werden, etwa durch eine Reform der Fallpauschalen. Es gilt, Krankenhauskapazitäten auszubauen, zusätzliche Mitarbeiter:innen im Gesundheitsbereich einzustellen und angemessen zu bezahlen. 

Die medizinische Grundversorgung etwa mit Masken und Tests ist kostenfrei zu sichern, die Beratung muss präventiv-niedrigschwellig sein, Impfstoffe und Therapien sind als öffentliches Gut zu betrachten, um sie (im Notfall) schnell für alle kostenlos zugänglich zu machen. Dazu ist erforderlich, pharmazeutische und medizinische Ressourcen unabhängiger von Lieferketten und ausländischen Zulieferern aufzubauen.

Im Bereich Arbeit ist die Regelung des erhöhten Kurzarbeitergeldes, nicht nur für den öffentlichen Dienst, auszuweiten. Homeoffice muss stärker gefördert werden. Sensible Arbeitsbereiche (Schule, Kita, Heime) müssen vorausschauend eine virus-resistente Infrastruktur erhalten. 

Corona-betroffene Arbeitnehmer:innen spezieller Branchen (u.a. Gastronomie, Veranstaltungen) und Empfänger:innen von Transferleistungen brauchen zusätzliche Unterstützung, gerade angesichts der hoch bleibenden Energiekosten. Corona-betroffene Institutionen (u.a. Tafeln, Frauenhaus, Schul-Unterstützung, Hilfen bei Depression, Angst, Einsamkeit) müssen auf Krisensituationen hin geplant, vorgehalten und krisenfest gemacht werden.