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Was wird aus der alten Schulkate in Lurup?

Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg, wirbt bei Bezirksamtsleiterin Stefanie von Berg dafür, das älteste Gebäude im Stadtteil zu erhalten, mit neuem Leben zu füllen und zu einem Treffpunkt im Quartier zu entwickeln.

Die Fachwerk-Kate aus dem Jahr 1822, direkt gegenüber dem Eckhoffplatz, liegt nach wie vor im Dornröschenschlaf. Schon seit Jahren wird Lurups ältestes Gebäude nicht mehr genutzt. „Solche historischen Bauwerke haben wir nicht mehr sehr viele in Hamburg und deswegen sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir es erhalten und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen können“, wirbt Wicher.

Offenbar ist unklar, wer derzeit Eigentümer*in der alten Schulkate ist. Sollte das Gebäude der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden können, schwebt dem SoVD-Landeschef eine Nutzung vor, von der möglichst viele Bürger*innen im Stadtteil profitieren würden: „Ich fände es gut, wenn es gelänge, um das Gebäude herum einen kleinen Park anzulegen, der im Sommer Schatten spendet und zum Verweilen einlädt. Dort könnte man zusätzlich Info-Tafeln aufstellen, die die Geschichte des Hauses und des Stadtteils erklären.“ Außerdem könnte er sich für die Nutzung des Gebäudes ein kleines Schulmuseum vorstellen, das ganz praktisch das Leben vor 200 Jahren in Lurup zeigt und wie es damals war, die Schulbank zu drücken.

Die bürgerfreundliche Umwidmung des historischen Gebäudes sollte die Stadt, hier Frau von Berg, unbedingt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel angehen, so Wicher weiter: „Auch die Schulkate ist ein Beispiel dafür, dass in Hamburg Gebäude jahrelang leer stehen können, ohne dass die Stadt eingreift. Beim Beispiel Schulkate sollte Frau von Berg dringend die Eigentumsverhältnisse klären und die Besitzer*innen zum Handeln bewegen.“ Historische Gebäude sollten dabei an vorderster Stelle stehen: „Alte Bauten sind Zeitzeugen der Hamburger Stadtgeschichte und müssen nicht nur erhalten, sondern auch gern neu genutzt werden. Angesichts der zunehmenden Bebauung der Magistrale Luruper Hauptstraße könnte die Schulkate zur einer kleinen grünen Oase der Ruhe und Entspannung für alle Bürger*innen im Quartier werden – und gleichzeitig an die Geschichte des Stadtteils erinnern.“