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Stadtentwicklung: Sofortstrategie für den sozialen Wohnungsbau

Die Wohnungswirtschaft kommt beim Neubau immer mehr ins Stocken: „Das für dieses Jahr von Frau Senatorin Dr. Stapelfeld noch vor wenigen Wochen angekündigte Ziel von 10.000 neuen Wohnungen ist nicht mehr haltbar. Die Kosten für Finanzierung, Handwerker:innen und Baustoffe steigen rapide, frühere Kalkulationen entsprechen inzwischen nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Vor allem der Stillstand im sozialen Wohnungsbau ist verheerend, weil parallel dazu jeden Tag der Bestand unweigerlich weiter schmilzt. Die Politik muss jetzt handeln und schnell ein neues Förderprogramm für den sozialen Wohnungsbau und die unteren Preissegmente auf den Weg bringen“, fordert Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender.

Die Parameter für sozialen Wohnungsbau haben sich in den vergangenen Monaten schlagartig geändert. Die Knappheit bei Baustoffen nimmt zu, die Finanzierung wird schwieriger, denn die Preise fürs Bauen steigen deutlich an. Inzwischen bewerten 86 Prozent der Wohnungsgenossenschaften und sozial orientierten Wohnungsgesellschaften die Aussichten für Neubau als schlecht, beziehungsweise als sehr schlecht: „Das sind keine guten Nachrichten“, findet Wicher

Der sinkenden Zahl an bezahlbarem Wohnraum steht ein steigender Bedarf, gerade in Hamburg, gegenüber. Neben den vielen Wohnungssuchenden kommen jetzt Ukraineflüchtlinge, für die der Senat inzwischen händeringend Unterbringungsmöglichkeiten sucht: „Da ist sogar schon von der Unterbringung in Zelten die Rede, weil es keine Wohnungen gibt. Für uns als Sozialverband ist ganz klar – hier muss der Senat sofort einschreiten und seine Wohnungsbauförderung aufstocken, damit überhaupt noch bezahlbar gebaut werden kann.“

Der Hamburger SoVD-Landeschef befürchtet, dass sich der Kampf um Wohnungen in den unteren Mietsegmenten zuspitzen könnte. „Wir müssen sicherstellen, dass Leistungsberechtigte wie Hartz IV-Empfänger:innen oder Asylbewerber:innen genauso Wohnraum finden wie Geflüchtete“. Wicher fordert: „Die Stadt muss explizit den sozialen Wohnungsbau forcieren und finanziell stärker unterstützen – und zwar jetzt und sofort!“.