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SoVD zum Tag der Arbeit: Mindestlohnerhöhung darf nicht scheitern

SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Eine faire Entlohnung, die nicht zwangsläufig in die Altersarmut führt, hat für uns als SoVD sehr viel mit Respekt gegenüber den Arbeitnehmer:innen zu tun.“

Die Bundesregierung plant den Mindestlohn zum 1. Oktober auf 12 Euro anzuheben. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt diese längst überfällige Anhebung ausdrücklich, auch wenn die vom SoVD geforderten armutsfesten 13 Euro noch nicht umgesetzt werden. „Wenn wir sehen, dass 21% aller abhängig Beschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten und gleichzeitig die Preise für Energieversorgung und Lebensmittel förmlich explodieren, werden die geplanten 12 Euro vielen Menschen schon sehr weiterhelfen; auch wenn mindestens 13 Euro nötig wären. Entscheidend ist, dass es überhaupt eine Anhebung des Mindestlohns gibt“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Der SoVD betont, dass weder der geltende Mindestlohn in Höhe von 9,82 Euro noch die zum 1. Juli kommende Anhebung auf 10,45 Euro nach 45 Arbeitsjahren in Vollzeit zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen. Deshalb nutzt der SoVD-Präsident den bevorstehenden Tag der Arbeit am 1. Mai, um seinen Unmut über die von Arbeitgeberverbänden angedrohte Klage gegen die vorgesehene Mindestlohnerhöhung zum Ausdruck zu bringen. „Eine faire Entlohnung, die nicht zwangsläufig in die Altersarmut führt, hat für uns als SoVD sehr viel mit Respekt gegenüber den Arbeitnehmer:innen zu tun. Insofern wäre eine Klage gegen die geplante Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro eine Ohrfeige ins Gesicht all derjenigen, die oft über Jahrzehnte in zentralen Bereichen des öffentlichen und sozialen Lebens arbeiten, dafür jedoch wenig Anerkennung erfahren und gering entlohnt werden. Dabei verdienen gerade sie mehr Wertschätzung“

V. i. S. d. P. Christian Draheim