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SoVD: Krisengewinner müssten den Staat entlasten

„Jetzt ist die Zeit, etwas davon an alle Bürger:innen zurückzugeben."

Für viele deutsche Konzerne lief das zweite Pandemiejahr 2021 sehr gut. Vor allem in der Schifffahrt und bei den Banken wurden teils Rekordgewinne erzielt. Diese Unternehmen sollten sich jetzt solida-risch gegenüber allen Deutschen zeigen, findet Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landeschef: „Jetzt ist die Zeit, etwas davon an alle Bürger:innen zurückzugeben. Ich fordere die Corona-Gewinner in der Wirt-schaft auf: Zeigen Sie soziales Verantwortungsbewusstsein! Geben Sie einen Teil Ihrer Profite an den Staat ab!“.

Corona hat der deutschen Wirtschaft nicht nur geschadet. Auf der einen Seite gibt es echte Verlierer. Vor allem die Gastronomie und der Einzelhandel vor Ort sind inzwischen durch Lockdowns, Kurzarbeit und dem stark wachsenden Onlinehandel schwer in Mitleidenschaft gezogen: „Aber es gibt auch ganz klar echte Gewinner, das sind vor allem Großkonzerne, Banken und Reedereien.“ Gerade habe die Reederei Hapag-Lloyd knapp zehn Milliarden Euro Gewinn für das letzte Jahr vermeldet, auch den Hamburger Privatbanken wie der Berenberg Bank gehe es besser denn je, die Deutsche Bank verzeichnete ebenfalls ein Rekordjahr mit mehr als einer Milliarde Gewinn“. 

Bei solchen exorbitanten Beträgen sei es geradezu unmoralisch, diese nur an Aktionäre auszuschütten: „Auch das sind Menschen, die Geld haben und es weiterarbeiten lassen. Aus viel wird noch mehr. Dem gegenüber stehen diejenigen, die ihre Jobs verloren haben, von Kurzarbeitergeld leben oder sogar ihr Geschäft und damit ihre Existenz aufgeben mussten. Diesen Menschen greift der Staat unter die Arme – und das bereits seit zwei Jahren.“ Hier müssten sich die großen Corona Gewinner solidarisch zeigen: „Ein gewisser Prozentsatz aus den Gewinnen, der freiwillig an Vater Staat geht – das wäre ein Akt der Solidarität gegen-über allen!“