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SoVD Hamburg fordert Regeln und Abstellplätze für E-Scooter

„Herumliegende und wild abgestellte E-Roller werden immer mehr zum Problem. Vor allem für Menschen mit einer Sehbehinderung und für diejenigen, die eingeschränkt mobil sind, werden sie zu Stolpersteinen.“

„Die Stadt sollte mit den Verleihenden verbindliche Absprachen treffen und Abstellflächen ausweisen“, fordert Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg. Denn die Klagen über die mobilen Roller nehmen zu: „Uns wurde wiederholt von sehbehinderten Menschen berichtet, die durch im Weg stehende Roller auf der Straße in gefährliche Situationen geraten oder gestürzt sind. Hier sollte zum einen die Stadt feste Flächen zur Verfügung stellen, auf denen E-Roller abgestellt werden müssen. Zum anderen sollten die Verleihenden ihre Kundschaft besser erziehen und ihnen in Zukunft eine Strafgebühr berechnen, wenn sie ihren Roller nach Fahrtende einfach in die Gegend stellen.“

In Hamburg gibt es bisher nur freiwillige Vereinbarungen zwischen der Stadt und den Verleihfirmen. Eine Sondernutzungsvereinbarung könnte verbindlich regeln, wo und wie die Roller abgestellt werden, dass jemand für Beschwerden erreichbar ist und diese schnell behoben werden.

Bei der steigenden Zahl an Nutzer:innen gebe Handlungsbedarf: „Der Verkehr in der Stadt verändert sich durch die Mobilitätswende. Wir brauchen dafür Regeln, damit sich alle gleichermaßen auf der Straße sicher fühlen können“, so Wicher.

Grundsätzlich sieht der Landesvorsitzende die elektronischen Tretroller kritisch: „Zum einen sind wild abgestellte Roller ein Hindernis für Menschen mit Behinderung. Und auch in Sachen Mobilitätswende haben sie nicht das geleistet, was man sich mit ihrer Einführung versprochen hatte. Die Roller sind eher Spaßmobile für junge Leute – als Ersatz für das Auto auf dem Weg zur Arbeit haben sie sich nicht etabliert. Der größte Kritikpunkt ist aus meiner Sicht aber die Tatsache, dass die Roller mit umweltschädigenden Lithium-Akkus betrieben werden. Das ist auf keinen Fall ein Beitrag zum Klimaschutz!“

Die Forderungen des Hamburger SoVD werden vom Landes-Seniorenbeirat Hamburg (LSB) wie auch dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) unterstützt, die ebenfalls auf die Gefahr aufmerksam gemacht haben, die von wildparkenden E-Rollern ausgeht.

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