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Langzeit-Arbeitslosigkeit: Quote in Hamburg sinkt

SoVD-Landeschef fordert den Trend mit angekündigten Steuermehreinnahmen langfristig zu stützen

Trotz Pandemie und Krieg sinkt in Hamburg die Arbeitslosigkeit. Die Arbeitskräftenachfrage ist nach wie vor hoch. „Besonders erfreulich ist, dass davon auch Langzeitarbeitslose verstärkt profitieren“, sagt Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender. Vor allem der eklatante Fachkräftemangel könnte für sie Chancen eröffnen: „Wir müssen mehr Menschen ohne Job qualifizieren. So könnten wir den Schwung gerade bei der verfestigten Langzeitarbeitslosen nachhaltig machen, damit der Trend anhält.“

Im Monatsbericht Mai meldet die Agentur für Arbeit eine positive Entwicklung, die hoffen lässt. Insgesamt sank die Zahl der Arbeitslosen nach zwei Jahren mit 69.803 wieder unter 70.000 Menschen. Vor allem bei der Langzeitarbeitslosigkeit kommt offenbar Bewegung auf. Ihr Quote sank im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2021 um stattliche 17 Prozent.

Wicher: „Dieser Trend ist gut und muss aktiv weiter vorangebracht werden. Hier hoffe ich auf die vom Senat angekündigten Steuermehreinnahmen. Ein Teil davon sollte auf jeden Fall auch für weitere Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit eingesetzt werden.“  

Der SoVD Hamburg fordert eine Flexibilisierung von Förderinstrumenten, die Schaffung öffentlich geförderter Beschäftigung mit sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, die Einführung eines sozialen Arbeitsmarktes, ein Höchstmaß an Qualifizierung und eine sozialpädagogische und psychologische Begleitung Langzeitarbeitsloser. Wicher: „Das Geld ist da, ebenso wie eine verstärkte Bereitschaft in Unternehmen Langzeitarbeitslose einzubinden. Dafür sollte der Senat jetzt die Weichen stellen und Fördermaßnahmen verstärken.“