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Stadt-Entwicklung: Sofortstrategie für den Sozialen Wohnungsbau

Der Wohnungsbau liegt mehr oder weniger brach – die steigende Inflation und der Material- und Fachkräftemangel sorgen dafür, dass in Hamburg immer weniger Bauaktivitäten stattfinden. Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender, befürchtet, dass die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum dadurch spürbar Schaden nimmt. Ihn bestätigt die neueste Studie „Hamburger Stadtteil-Profile 2021“ vom 09. November 2022 des Statistikamts Nord.

Der SoVD Landeschef warnt davor, dass sich der Kampf um Wohnungen in den unteren Mietsegmenten zuspitzen könnte. „Wir müssen sicherstellen, dass Leistungsberechtigte wie Hartz IV-Empfänger:innen, Menschen, Familien mit kleinen Einkommen oder Asylsuchende für sie passenden und bezahlbaren Wohnraum finden“. Hier sieht Wicher für die kommenden Jahre eine immer größer klaffende Lücke zwischen dem Bestand an Sozialwohnungen und dem Auslaufen der Mietpreisbindung, die diese Wohnungen für den freien Markt verfügbar werden lässt, aber auch deutlich teurer macht: „Eine Studie des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein hat sehr dezidiert die Lage in den Hamburger Stadtteilen untersucht. Dabei hat sich bestätigt, wovor wir schon seit Jahren warnen: Gerade in den Bezirken, in denen viele Menschen mit kleinen Einkommen leben, werden bis 2027 bis zu einem Drittel aller Sozialwohnungen aus der Preisbindung fallen. Dies betrifft vor allem die Bezirke Harburg, Wandsbek und Hamburg-Mitte, aber auch im Bezirk Eimsbüttel werden jede Menge preiswerte Wohnungen verschwinden.“

Wicher fordert: „Die Stadt muss explizit den sozialen Wohnungsbau forcieren und finanziell jetzt verlässlich unterstützen. Sie muss Risiken der Baufirmen übernehmen, die durch Preissteigerungen beim Material aber auch bei der Finanzierung entstehen. Der Senat muss zusätzlich sofort seine Wohnungsbauförderung aufstocken, damit sich die Versorgungslage verbessert. Die stadteigenen Grundstücke sollten zügig bebaut werden. Dort muss ganz klar der Schwerpunkt auf dem sozialen Wohnungsbau liegen, ohne dabei die gute soziale Stadtteilstruktur zu vergessen.“