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Senat muss Impfbereitschaft kreativ forcieren

SoVD-Landeschef Klaus Wicher zur steigenden Inzidenz und wachsenden Impfmüdigkeit

„Angesichts steigender Inzidenz und Impfmüdigkeit muss der Senat muss die aufsuchende Impfarbeit kreativ forcieren und dabei auf die Demographie und Vorlieben der Menschen eingehen. Er muss Menschen dort abholen, wo sie zu finden sind. Und das nicht nur geographisch. Wir müssen die Menschen locken, um sie Überzügen zu können. Oder der Senat holt sich Meinungsführer aus dem Viertel, MusikerInnen aus dem Kiez, InfluencerInnen oder Blogger ins Boot, um mit ihnen die zu erreichen, die sonst nicht anzutreffen sind.“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hamburg.

„Es ist wie in der Medizin generell: Vorbeugen ist besser als heilen. Wenn wir heute mehr Menschen mit dem Impfstoff erreichen und sie den akzeptieren, ist morgen die Zahl der Infektionen und teuren Behandlungen kleiner. Die lange Impfnacht mit Musik und Kaltgetränken war eine gute Idee des Senats“, so Wicher weiter. Doch Limo allein reicht nicht. Wicher verweist etwa auf Aktionen in der Kleinstadt Vechta. Hier besuchten Menschen den Jahrmarkt und nutzen en passant das vor Ort arrangierte Impfangebot.

Andere Nationen seien noch einfallsreicher, um Anreize für das Impfen zu schaffen und den Interessen unterschiedlicher Zielgruppen gerecht zu werden: „In Chinas Metropole Wuhan gibt es Hähnchenschenkel zum Vakzin. In Griechenland stellt die Politik auf die Telefonier-Leidenschaft ab und spendiert Telefon-Gutscheine. Israel gibt zur Impfung Pizza oder Kaffee-Gutscheine aus. Wer sich in Russland impfen lässt, kann an einer Lotterie teilnehmen. Indische Behörden spendieren zum Piks ein Piercing. In den Niederlanden werden Impfwillige mit Matjes gelockt. Derartige Konzepte muten exotisch an. Als der Senat die Stelzenläufer auf die Veddel schickte, war das ungewöhnlich. Aber wenn die Methoden der Werbung helfen, warum nicht? Es muss ja nicht Labskaus sein. Aber vielleicht Franzbrötchen in Zusammenarbeit mit Bäckereien. Versuch macht klug!“

Der SoVD Hamburg regt auch eine „Kreativgruppe“ an, die immanent Vorschläge erarbeitet, damit unsere Impfkampagne schnell zu einem Erfolg wird und wir im Herbst schon in ruhigere Fahrwasser gelangen. Der SoVD ist hierzu bereit, handeln muss der Senat.