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Preis-Steigerungen: Inflation lässt Rentenerhöhung komplett verpuffen

Zum 1. Juli 2023 werden die Renten in Westdeutschland um 3,5 Prozent steigen: „Was noch vor wenigen Jahren den Senior:innen ein freudiges Lächeln ins Gesicht gezaubert hätte, bedeutet heute vor allem für diejenigen, die trotz Rente von Grundsicherung leben müssen, keine Verbesserung ihrer Situation“, moniert Klaus Wicher, Hamburger SoVD-Landesvorsitzender. Er fordert für sie explizit gezielte finanzielle Unterstützung.

Auf den ersten Blick ist die Rentenerhöhung im Sommer kommenden Jahres eine frohe Botschaft für die Senior:innen. Wer jetzt 750 Euro Rente bezieht, wird dann 776,25 Euro brutto pro Monat haben, bei 1000 Euro erhöht sich die Rente um 35 Euro, wer heute 1250 Euro Altersgeld hat, bekommt dann in Zukunft 1293,75 Euro. „Diese Beispiele zeigen sehr schön, dass diese Rentenanpassung keine große Auswirkung auf die allgemeine finanzielle Lage von Senior:innen haben wird. Denn dieses Geld verpufft ganz schnell in der gestiegenen Inflation, die derzeit bei über zehn Prozent liegt“, kritisiert Klaus Wicher.

Die Rentenerhöhung verbessere also keineswegs die Situation der Betroffenen, sondern kompensiere im Gegenteil noch nicht mal die allerorts steigenden Preise: „Gerade arme Ältere, ich denke da vor allem an die Frauen, die nur eine kleine Rente haben, werden in unserer Gesellschaft zu wenig wahrgenommen. Das ging schon bei den Entlastungspaketen los: Fast alle wurden bedacht, nur die Rentner:innen bleiben außen vor. Dies musste später nachbessert werden. Trotzdem sind gerade Senior:innen den Folgen der derzeitige Inflation, den steigenden Preise für Energie und vor allem Lebensmittel schutzlos ausgeliefert, denn sie können an Ihrer Lage nicht mehr viel ändern“.

Das gelte für Hamburg sogar noch mehr, als für viele andere Städte in Deutschland: „Das Preisniveau ist höher, wer wenig hat, bekommt in unserer Hansestadt noch weniger für sein Geld.“ Der Senat dürfe das Problem nicht länger ignorieren und müsse vor allem den Rentner:innen zwingend unter die Arme greifen – wenigstens über die teuren, kalten Wintermonate: „Der rot-grüne Senat muss endlich seine Senatsschatulle öffnen und wenigstens die Grundsicherungsrentner:innen gezielt unterstützen - am besten mit 200 Euro zusätzlich im Monat. Nur mit einer gezielten Zuzahlung werden die Betroffenen einigermaßen gut durch die nächste Zeit kommen können.“

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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