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Klimaschutz gerecht auf alle Schultern verteilen!

„Eine sozial-ökologische Wende wird nur gelingen, wenn wir alle mit ins Boot holen! ...

... Denn auch Menschen, die nur wenig Einkommen haben, müssen einen Beitrag leisten, sich diesen aber auch leisten können.“, mahnt Klaus Wicher, SoVD-Landeschef in Hamburg.

Der Sozialverband Deutschland, Landesverband Hamburg (SoVD Hamburg) engagiert sich unter anderem in verschiedenen Bündnissen für den Klimaschutz: „Uns ist dieses Engagement sehr wichtig, weil wir an dieser Stelle den sozialen Aspekt einbringen können. Klimaschutz ist neben den wirtschaftlichen Folgen der langsam auslaufenden Corona-Pandemie das Thema, das unsere Gesellschaft dringend umsetzen muss“, sagt Wicher. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts steht der Schutz unserer Umwelt derzeit auf allen Fragebögen an die Politik: „Im Bundestagswahlkampf wird das Thema eine große Rolle spielen“, prophezeit der Hamburger SoVD-Chef. Sowohl Olaf Scholz als auch Annalena Baerbock haben bereits konkrete Maßnahmen angekündigt: „SPD und Grüne wollen Billig- und Kurzstreckenflüge abschaffen. Das ist alles schön und gut. Wer allerdings wenig Geld hat, um mit der Familie ein paar Tage Urlaub zu machen, kuckt in die Röhre.“ 

Wicher weist darauf hin, dass die Billigflüge dafür gesorgt hätten, dass auch Menschen und Familien mit kleinem Einkommen für wenig Geld in die Sonne fliegen konnten: „Dies ist für viele immer noch günstiger, als beispielsweise ein Urlaub im eigenen Land. Corona hat die Preise bei uns so stark verteuert, dass man sich das inzwischen richtig leisten können muss.“ Auch diese Menschen hätten das Recht auf Erholung: „Statt Kerosin für Billigflüge staatlich zu subventionieren, sollte man das Angebot der Deutschen Bahn sozial gerecht ausbauen und gegebenenfalls für Bedürftige subventionieren. Warum bekommen finanziell schwache Familien nicht wieder einen „Würmeling-Pass“? Das würde den Familien und der Umwelt helfen.“

Wicher warnt davor, die sozialen Folgen eines rigorosen Klimaschutzes zu unterschätzen: „Wir brauchen das Verständnis und die Unterstützung aller Menschen in unserer Gesellschaft. Wer Ärmere dadurch ausgrenzt, indem er von ihnen pauschal genauso viel finanziell fordert, wie vom Rest der Gesellschaft, baut neue Mauern auf und erzeugt Ablehnung. Wenn wir jetzt diese Menschen vor den Kopf stoßen, besteht die Gefahr, dass wir sie verlieren und gleichzeitig den Demagogen Tür und Tor zu öffnen. Das müssen wir verhindern!

Deshalb sage ich noch einmal ganz deutlich: Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle Teile unserer Gesellschaft mit im Boot sind. Dafür müssen diejenigen, die mehr haben, auch mehr leisten. Denn in den allermeisten Fällen tragen sie auch deutlich stärker zur Zerstörung unseres Planeten bei. Das, was wir jetzt wiederaufbauen und ändern müssen, muss jeder einzelne von uns mitschultern. Aber immer mit Augenmaß im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage des Einzelnen.“