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Inflation: Entlastungspaket darf Rentner:innen nicht außen vor lassen!

Das Entlastungspaket der Bundesregierung ist ein richtiger und notwendiger Ansatz, den der SoVD Hamburg grundsätzlich begrüßt – jedoch gucken viele Rentner*innen deutschlandweit in die Röhre: Denn ein großer Teil, der die Hilfe ebenfalls dringend braucht, geht leer aus.

Hier werde mit zweierlei Maß gemessen, findet Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD) in Hamburg: „Diejenigen, die nur knapp über der Grundsicherungsgrenze leben, haben in Zeiten des Ukrainekriegs immer weniger von ihrem Geld. Deshalb brauchen auch sie ein Zeichen der Solidarität seitens der Politik. Dies sollte auch vom Hamburger Senat kommen.“

Rentner:innen haben ein klar umrissenes Budget, mit dem sie haushalten müssen, aber so gut wie keine Chance darauf, sich etwas dazu zu verdienen. In Hamburg sind viele Renten sehr klein, etwa 53 Prozent aller Senior:innen in der Hansestadt haben Altersbezüge, die maximal 1.000 Euro im Monat ausmachen. „Wer eine kleine Rente hat, der muss sehr haushalten und kommt dennoch kaum oder gar nicht über die Runden. Davon müssen Miete und Lebenshaltungskosten bezahlt werden, übrig bleibt davon nichts. Diese Menschen müssen jetzt die steigende Inflation aus eigener Kraft abfedern, das ist hart für die Senior:innen“, weiß Wicher.

Der SoVD-Landeschef findet, dass die Betroffenen durch die Umsetzung des Entlastungspakets nicht nur ausgegrenzt, sondern regelrecht bestraft werden: „An alle wird gedacht: Alle Steuerzahler und vor allem Menschen, die bedürftig sind, bekommen Unterstützung aus dem Entlastungspaket. Das ist gut und richtig so. Aber was ist mit den vielen Senior:innen, die sich nichts mehr zu ihrer kleinen Rente dazuverdienen können – und die gerade mal so über die Runden kommen? Der Bund muss auch hier seine Verantwortung wahrnehmen. Den Senat fordern wir nachdrücklich auf, den Bund hierzu anzusprechen und seinen Einfluss geltend zu machen. Bundeskanzler Olaf Scholz hat immer noch eine enge Bindung zu Hamburg und ist hoffentlich aufgeschlossen gegenüber Ratschlägen und Hinweisen aus dem Senat.