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Hamburger Deutschlandticket für Senior:innen ist insgesamt enttäuschend

Auf dem Bild hält grade ein Bus des ÖPNV an einer Bushaltestellt. Abgebildert sich die Symbole für Senioren und Rollstuhlfahrer.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD Hamburg, begrüßt, dass Hamburg ab Mitte kommenden Jahres das Deutschlandticket für Senior:innen um 14 Euro reduziert. Allerdings hatte sich Wicher deutlich mehr erhofft: „Der Senat wird mit diesem Angebot viele Ältere in Hamburg schwer enttäuschen. Sie sind schon vor Jahren für das 29-Euro-Deutschlandticket auf die Straße gegangen. In Hamburg steigt die Altersarmut stark an, so dass von diesem Angebot nur ein Teil profitieren wird. Arme Senior:innen bleiben weiter außen vor!“ Für Bedürftige müsse es gänzlich kostenfrei sein, ergänzt der SoVD-Landeschef.

Dass sich das Deutschlandticket bewährt hat, steht für Wicher außer Frage: „Es ermöglicht gerade älteren Menschen ein gutes Stück mehr Teilhabe und bedeutet für diejenigen, die wenig haben, deutlich mehr soziale Gerechtigkeit.“ Umso enttäuschter zeigt sich der SoVD-Landesvorsitzende angesichts der Ankündigung, die Fahrkarte für alle Älteren in der Stadt auf 49 Euro zu begrenzen: „Damit sind wir wieder beim Einführungspreis vom Mai 2023 angekommen. Das wird zumindest manche(n), die genügend haben, etwas erfreuen – für diejenigen, die eine kleine Rente haben, wird sich das nicht so anfühlen!“

Schon seit Jahren fordert der SoVD Hamburg gemeinsam mit einem breiten Hamburger Bündnis ein vergünstigtes ÖPNV-Ticket von 29 Euro für die älteren Bewohner:innen unserer Stadt: „Es ist dem Senat ja auch möglich, das Ticket für Schüler:innen kostenlos anzubieten – warum dann nicht wenigstens für die Senior:innen, die bedürftig sind? Das wäre mehr als fair. Insgesamt ist die jetzt angekündigte Preisreduzierung aus meiner Sicht deutlich zu klein. Wir wollen ja auch, dass Autofahrende auf den ÖPNV umzusteigen. Und diejenigen, die wenig haben, müssten dieses Seniorenticket ausgiebig nutzen, ansonsten bleibt es für diese Menschen einfach zu teuer“, meint Wicher. 

Für Ältere sei die Fahrkarte eine neue Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben: „Das Deutschlandticket verbindet die Menschen, davon müssen auch die Älteren profitieren – und zwar alle!“ 

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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