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Gemeinsam gegen Kinderarmut: SoVD beteiligt sich an breitem Bündnis

SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier: „Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Das können wir nicht akzeptieren.“

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Verbänden, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen und namhaften Unterstützer*innen fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) die Bundespolitik dazu auf, Kinderarmut entschieden zu bekämpfen und die dafür notwendigen Mittel im Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen. „Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Das können wir nicht akzeptieren. Denn für die betroffenen Kinder und Jugendlichen bedeutet das nicht nur eine unzureichende Versorgung mit Gütern des alltäglichen Bedarfs, sondern auch geringere Bildungschancen und weniger Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe. Deshalb fordern wir gemeinsam mehr Geld für die Bekämpfung von Kinderarmut“, so Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD.

Die unterzeichnenden Organisationen des Ratschlag Kinderarmut fordern in ihrer gemeinsamen Erklärung „Solidarität mit armutsbetroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien – besonders in der Inflationskrise!“, Armutslagen von jungen Menschen nicht länger hinzunehmen, sondern endlich das nötige Geld in die Hand zu nehmen, um ihnen ein gutes Aufwachsen  zu ermöglichen.
„Gerade gegenüber Kindern haben wir eine ganz besondere Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass die Interessen und Bedarfe von Kindern und Jugendlichen endlich in den Mittelpunkt gerückt werden. Dabei sollten dem Staat alle Kinder gleich viel wert sein. Insofern erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie die Lebensgrundlage und die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sichert. In einer Situation, in der viele Privathaushalte und soziale Einrichtungen die extremen Preissteigerungen kaum noch stemmen können, darf jetzt nicht am falschen Ende gespart werden“, fordert Engelmeier. Aber auch der Ausbau der sozialen Infrastruktur gehört für die SoVD-Vorstandsvorsitzende dringend auf die politische Agenda. „Wir brauchen verlässliche, qualitativ hochwertige sowie bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung, mehr Kitas, aber auch einen kostengünstigen Zugang zu Schwimmbädern sowie Musik- und Sportvereinen. Nur so können wir Chancengleichheit und soziale Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen erreichen.“

Die gemeinsame Erklärung basiert auf  dem Wissen, dass für eine erfolgreiche Armutsbekämpfung monetäre Leistungen und Investitionen in die Infrastruktur nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Für ein Aufwachsen in Wohlergehen benötigen Kinder und Jugendliche beides: eine auskömmliche finanzielle Absicherung und eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur, durch die alle Kinder und Jugendlichen dazu befähigt werden, ihre Potenziale und Talente zu entwickeln.

V. i. S. d. P.: Christian Draheim