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Energie­ver­sorgung: Stadt darf nicht an denen ver­dienen, die wenig haben

Das Bild zeigt eine braune Geldbörse, auf der ein roter Pfeil in Form eines steigenden Diagramms platziert ist. Um die Geldbörse herum sind verschiedene Gegenstände angeordnet: zwei Glühbirnen, ein Miniatur-Einkaufswagen und zwei kleine Häuser. Der Hintergrund ist hellblau. Das Bild symbolisiert steigende Kosten oder Preise in verschiedenen Lebensbereichen wie Energie, Wohnen und Konsumgüter.

Die Anhebung der Netzentgelte zum kommenden Jahr um 19 Prozent, werden vor allem Menschen mit kleinen Einkommen treffen. Klaus Wicher fordert vom Senat politische Zugeständnisse für die Betroffenen.

Anders als im bundesdeutschen Durchschnitt sei die Erhöhung, die auf die Hamburger Verbraucher:innen zukomme, fast schon unverschämt hoch: „Wer wenig hat, wird zwischen 70 und 100 Euro mehr im Jahr zahlen müssen. Hört sich wenig an, ist für die Betroffenen aber Geld, das an anderer Stelle fehlt“, kritisiert Wicher. Es könne es nicht sein, dass die Netzentgelte im Vergleich zum Vorjahr in Hamburg um satte zehn Prozent gestiegen seien: „Warum ist das nur in Hamburg so hoch?“ Weiter stört den SoVD-Landeschef, dass außerdem die Mehrkosten für die bauliche Modernisierung der Hamburger Energiewerke offenbar eingepreist wurden: „Hier müssen die Kunden offenbar für Planungsfehler bei der Kalkulation herhalten“, prangert Wicher an. 

Er erinnert daran, dass vor allem Menschen und Familien mit kleinen Einkommen überproportional von solch drastischen Preiserhöhungen betroffen seien: „Für sie wird das Geld gerade immer weniger. Die Inflation ist gleichbleibend hoch, das spüren diese Menschen jeden Tag beim Einkaufen. Wer aber schon jetzt mit jedem Cent rechnen muss, kommt immer mehr in die Bredouille. Ich empfehle dem Senat den Betroffenen zu signalisieren, dass er das Problem sieht und bereit ist, Lösungen zu finden.“ Aus Wichers Sicht gebe es Handlungsspielraum: „Ich erinnere daran, dass die Hälfte des Gaspreises Steuern und Abgaben ausmachen, da gäbe es also Möglichkeiten. Die Stadt sollte nicht an denjenigen verdienen, die wenig haben!“ 

Die Politik müsse mehr positive soziale Signale senden: „Menschen, die sich nicht gesehen fühlen, verlieren das Vertrauen in die demokratischen Parteien. Das darf auch der Hamburger Senat nicht zulassen!“

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin
Telefon: 0151 445 456 93
E-Mail: presse@sovd-hh.de

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