Klaus Wicher befürchtet für die Hamburger:innen neue Härten: „Die Bürger:innen wollen den Klimaentscheid vorziehen. Der Senat hält sich aber immer noch bedeckt, wie er das angehen will, geschweige denn, was es kostet. Das verunsichert vor allem Menschen mit kleinen Einkommen – beispielsweise Hausbesitzer:innen, die nicht wissen, welche Heizung sie kaufen sollen, um zukunftsfähig zu bleiben. Die Menschen brauchen Klarheit – und einen echten Klimaplan!“
Hamburg, 16. Dezember 2025. Es ist kein Geheimnis und ist so gut wie ausgemacht: Das Heizen mit Gas wird in den kommenden Jahren spürbar teurer, langfristig wird in Hamburg die Versorgung mit dem fossilen Energieträger eingestellt. Dies habe die Stadt allerdings bisher nicht klar kommuniziert, moniert der SoVD-Landesvorsitzender.
Es gebe zu wenig klare Vorgaben, welche Heizungsform aus Sicht des Senats die nachhaltigste ist: „Ganz im Gegenteil, die ganze Diskussion um das Heizungsenergiegesetz hat dazu geführt, dass viele Menschen verunsichert waren und sich im Zweifelsfall in den letzten Jahren lieber wieder für das Altbewährte, nämlich eine Gasheizung entschieden haben. Das war für viele ältere Hausbesitzer:innen aus Kostengründen eine Option.“
Dies dürfe ihnen nicht zum Nachteil gereichen: „Hamburg muss für sie langfristig eine Gasversorgung bereitstellen, die bezahlbar bleibt!“ Sollte die Versorgung eingestellt werden, müsse die Stadt die Umrüstung auf alternative Heizträger vollumfänglich fördern, damit sich auch diejenigen, die wenig haben, dies leisten können. In vielen Fällen war das Haus die Altersversorgung, große Investitionen sind bei Älteren mit kleiner Rente nicht mehr möglich.“
Der Senat müsse jetzt handeln: „Hamburg muss beweisen, dass es weiß was es tut. Es würde unserer Weltstadt gut zu Gesicht stehen, dass der Senat Klimaschutz ernst nimmt und bei der Umsetzung die Menschen nicht aus dem Blick verliert. Dafür bedarf es einer klugen Strategie, wie Sozialverträglichkeit überhaupt erreicht werden kann. Bisher hat mich das nicht überzeugt!“
