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Die Age-friendly City braucht mehr als nur die Pflege im Quartier

Soziales sichern – jetzt handeln!

Auf dem Bild sind vier ältere Personen zu sehen, die an einem Tisch sitzen und sich unterhalten. Zwei Männer und zwei Frauen scheinen in ein lebhaftes Gespräch vertieft zu sein. Eine der Frauen trägt ein gestreiftes Hemd und lächelt, während sie den anderen zuhört. Die Umgebung wirkt gemütlich und einladend, mit Pflanzen im Hintergrund und einer hellen, freundlichen Atmosphäre. Auf dem Tisch liegt ein Kartenspiel, was darauf hindeutet, dass die Gruppe möglicherweise eine Runde Karten spielt oder gespielt hat.

Wohnen bleiben im Quartier – auch wenn der Pflegebedarf steigt: „Ein verständlicher Wunsch, denn, wer lange an einem Ort lebt, ist gut vernetzt in der Nachbarschaft und weniger einsam“, sagt Klaus Wicher, SoVD-Landesvorsitzender. Er begrüßt, dass Hamburg in einem Modellversuch gemeinsam mit den Pflegeträgern niedrigschwellig Pflege vor Ort aufbauen will, fordert insgesamt aber mehr Angebote für Ältere, und den Aufbau von Senior:innenzentren.

Mit dem neuen Modellprojekt „Wohnen bleiben im Quartier“ will die Stadt auf den steigenden Pflegebedarf der kommenden Jahre reagieren. Die Ausweitung des Projekts Lebendige Nachbarschaft (LENA) gehört genauso dazu, wie die Einführung von Community Health Nurses, die mobil im Quartier unterwegs sein sollen: „Schon früher gab es die Gemeindeschwestern, die sehr gut beraten, begleitet und gepflegt haben“, lobt Wicher das Modellprojekt: „Es macht Hoffnung auf eine bessere Pflege zuhause“.

Wicher unterstützt das neue Modellprojekt auch deshalb, weil arme und armutsbedrohte Menschen sehr davon profitieren: „Dieses Projekt hilft allen pflegebedürftigen Menschen dabei, im Alter im Quartier zu bleiben“. 

Sorge macht dem SoVD-Landesvorsitzenden aber die kurzfristige Finanzierung, die nur drei Jahre dauert und deren Anschlussfinanzierung schwierig werden könnte: „Da muss im Anschluss zügig evaluiert und für eine Anschlussfinanzierung gesorgt werden, damit diese Idee weitergeführt wird und das Leben für die Älteren in ihrem gewohnten Umfeld möglich bleibt. Wenn Hamburg eine Age-friendly City werden soll, muss die Stadt nach dem Ende der Modellphase dafür eigenes Geld in die Hand nehmen und außerdem mehr Angebote für Senior:innen entwickeln, die darüber hinaus gehen!“.

Senior:innenarbeit könne man nicht pauschal nur auf eine gute Pflege herunterbrechen, sagt Wicher: „Ich bleibe dabei – Hamburg braucht Senior:innenzentren, die alles, Pflegeunterstützung, Information und Beratung, Freizeitangebote und das, was den Stadtteil ausmacht, unter einem Dach bündeln. Diese umfassende Arbeit können Träger aus dem Pflegebereich nicht schultern, dazu braucht es die Mitwirkung von Vereinen, Organisationen, Ehrenamtlichen und vor allem der Stadt.“ 

 

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Presse-Material

 

Kontakt
Susanne Rahlf
Pressesprecherin SoVD Hamburg
Telefon: 0151 44545693
E-Mail: presse@sovd-hh.de

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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