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Demonstration in der Innenstadt

Inflationsausgleich und 29-Euro-Ticket für Rentnerinnen und Rentner!

Die Gewerkschaften haben in den Tarifabschlüssen 2023 Einmalzahlungen zum Inflationsausgleich durchgesetzt – zuletzt für den Öffentlichen Dienst. Rentnerinnen und Rentner gehen bisher leer aus. AWO Hamburg, SoVD Hamburg, ver.di Hamburg Seniorinnen und Senioren sowie die Bezirks-Seniorenbeiräte Hamburg-Mitte, -Nord und Altona demonstrieren deshalb heute gemeinsam für einen steuer-, abgaben- und anrechnungsfreien Inflationsausgleich.

Rund 67.000 ältere Menschen über 65 Jahre gelten in Hamburg als arm. Ihre Zahl steigt kontinuierlich. 53 % der Rentnerinnen und Rentner bezieht eine Rente bis zu 1.000 Euro. Mehr als 31.000 von ihnen erhalten in Hamburg Grundsicherung, weil sie mit ihrer Rente nicht auskommen.

Die aktuelle Rentenerhöhung (4,39 % West, 5,86 % Ost) bedeutet vor dem Hintergrund einer deutlich höheren Inflation einen klaren Verlust an Kaufkraft und Lebensqualität bei Millionen von Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland. Gestiegene Energiekosten, Mieten und Lebensmittelpreise treffen gerade auch ältere Menschen hart. Die Tarifabschlüsse 2023 beinhalten Einmalzahlungen zum Inflationsausgleich – auch für den Öffentlichen Dienst in Höhe von 3.000 Euro.

Deshalb rufen SoVD Hamburg, AWO Hamburg, ver.di Hamburg Seniorinnen und Senioren sowie der Bezirks-Seniorenbeirat Hamburg-Mitte heute gemeinsam zur Demonstration in der Hamburger Innenstadt auf für einen steuer-, abgaben- und anrechnungsfreien Inflationsausgleich von 3.000 Euro. Davon sollen 1.500 Euro in diesem und weitere 1.500 Euro im kommenden Jahr gezahlt werden. Eine weitere Forderung lautet: Es muss ein verbilligtes Deutschlandticket für Hamburger Seniorinnen und Senioren in Höhe von 29 Euro kommen, damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle möglich ist.

Klaus Wicher, Landesvorsitzender des Sozialverband SoVD Hamburg: „Mehr als 35.000 Rentnerinnen und Rentner in Hamburg haben einen Nebenjob, weil bei vielen die Rente nicht reicht. Und nicht wenige stehen inzwischen bei den Hamburger Tafeln für Lebensmittel an. Zusätzlich belasten die Anhebung der Pflegeversicherung und eine unsoziale Rentenbesteuerung. Rentnerinnen und Rentner fühlen sich zu Recht vergessen und abgehängt.“

Horst Emmel, stellvertretender Präsidiumsvorsitzender der AWO Hamburg: „Rentnerinnen und Rentner müssen ebenfalls durch einen Inflationsausgleich finanziell entlastet werden - dazu gehört im Sinne einer altersgerechten Stadt auch der Bereich der Mobilität, der die soziale Teilhabe älterer Menschen fördert. Deshalb fordern wir ein vergünstigtes Deutschlandticket für alle Hamburger Seniorinnen und Senioren in Höhe von 29 Euro.“

Gerd Lütjens, Vorsitzender ver.di - Landesseniorinnenvorstand Hamburg: "Wieder findet eine Benachteiligung von Rentnerinnen und Rentnern statt. Die Vereinbarungen aus den Tarifverhandlungen zum abgabefreien Inflationsausgleich müssen auch für Rentnerinnen und Rentner gelten. Außerdem fordern wir als Gewerkschaft einen Schutzschirm gegen Altersarmut wie er bisher Konzernen zu Gute kam."

Elke Meßinger, Vorsitzende Bezirksseniorenbeirat Hamburg-Mitte: „Wir vom Seniorenbeirat Hamburg Mitte haben auf einer Demonstration im vergangenen Jahr 300 Euro Energiegeld auch für Seniorinnen und Senioren gefordert. Schon da war klar: Wir gehen so lange auf die Straße, bis die Bundesregierung einen Inflationsausgleich und Entlastungen für Rentnerinnen und Rentner beschließt. Wir freuen uns sehr, dass das Bündnis immer breiter wird. Unser Motto: Wer gehört werden will, muss laut sein.“

Ablauf der Demonstration

  • Auftaktkundgebung und Begrüßung
    11.00 Uhr in der Mönckebergstraße vor Saturn
    Elke Meßinger, Vorsitzende des Bezirksseniorenbeirat HH-Mitte, begrüßt die Teilnehmenden. Danach startet der Demonstrationszug in Richtung Rathausmarkt.
  • Hauptkundgebung
    Mönckebergstraße / Bergstraße, Beginn 12.00 Uhr

Redner:
AWO – Horst Emmel, stv. Präsidiumsvorsitzender AWO Hamburg
SoVD –  Klaus Wicher, Landesvorsitzender SoVD-Landesverband Hamburg,
ver.di – Gerd Lütjens,  ver.di,  Vorsitzender Landesbezirks-Senior*innenausschuss (LBSA)

Pressekontakt:
SoVD Hamburg: Nicola Timpe, Pressesprecherin, Telefon 040 611 60 7-42, Mobil 0151 445 456 93, presse@sovd-hh.de
AWO Hamburg: Richard Backhaus, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 040 41 40 23 -743, richard.backhaus@awo-hamburg.de
ver.di - Landesseniorinnenvorstand Hamburg: Gerd Lütjens, Mobil 0170 38 62 825, gerd.luetjens@gmail.com
Bezirksseniorenbeirat Hamburg-Mitte: Heike Dahlgaard, Mobil 0172 444 42 59, heike@dahlgaard-hh.de

1 Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Statistikamt Nord; Deutsche Rentenversicherung Nord; Statistisches Bundesamt

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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