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Aus für ioki

„Die Entscheidung schmerzt und ist für viele Menschen ein großer Verlust“

Der Fahrdienst ioki hat in den vergangenen vier Jahren den ÖPNV in Osdorf und Lurup sehr erfolgreich ergänzt. Nun hat Verkehrssenator Anjes Tjarks das Aus verkündet und tauscht den Zubringerdienst gegen den MOIA Fahrdienst aus. Der Sozialverband SoVD in Hamburg hatte vehement dagegen protestiert. Hamburger SoVD-Landesvorsitzender Klaus Wicher: „In den strukturschwachen Stadtteilen Lurup und Osdorf hat sich das ioki-Angebot bewährt und wurde sehr gut angenommen. Vor allem für alte und immobile Menschen im Hamburger Westen bricht ohne Not ein etabliertes und preisgünstiges Angebot weg, das ist für viele ein Verlust!“

Seit dem Sommer 2018 hatte das ioki-Angebot den ÖPNV in Osdorf und Lurup unterstützt. Bis heute nutzten knapp 610.000 Fahrgäste den On-Demand Shuttle. „Die Zahlen zeigen eindeutig, dass ioki nicht nur erfolgreich war, sondern dringend gebraucht wurde“, stellt Wicher klar. Stattdessen soll der Moia Fahrdienst das ioki Angebot in Osdorf und Lurup übernehmen: „Schon jetzt ist klar, dass mit dem Wechsel auch höhere Fahrpreise kommen werden. Das ist vor allem in diesen beiden Stadtteilen, in denen vergleichsweise viele Menschen mit sehr kleinen Einkommen leben, eine zusätzliche Belastung für ihre Lebenssituation. Gerade jetzt, wo diese Menschen von steigenden Preisen gebeutelt werden und zu Recht Angst vor dem haben, was noch auf uns zukommt, ist das eindeutig das falsche Signal. Ich glaube nicht, dass Herr Tjarks hier die Argumente dafür und dagegen ausreichend abgewogen hat“.

Wicher fordert: „MOIA muss die gleichen Fahrpreise anbieten wie das Vorgängerangebot. Und der Stadt sollte nicht die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in den Stadtteilen aus dem Auge verlieren!“ Stattdessen sollte Hamburg endlich die kostenlose Nutzung des ÖPNV für Bedürftige angehen.

SoVD Sozialverband Deutschland e.V., Landesverband Hamburg
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