Direkt zum Inhalt springen

News & Service

Hier sehen Sie aktuelle Meldungen rund um unsere Arbeit. Über die folgende Navigation können Sie die Beiträge filtern – und sich Meldungen zu einem ausgewählten (oder allen) Themengebiet(en) anzeigen lassen.

Altersarmut: Viele Rentner:innen jobben aus purer Not

Mit 65 Jahren die Füße hochlegen und die Rente genießen?

Für viele zerplatzt dieser Traum wie eine Seifenblase. Über eine Million Rentner:innen in Deutschland setzen sich nicht zur Ruhe, sondern arbeiten weiter. Die Gründe sind vielfältig. 

Trotz Rente weiterarbeiten? Viele Ältere sind immer noch dabei. 208.000 Senior:innen in Deutschland arbeiten weiter in einem sozialversicherungspflichtigen Job. Weit mehr, nämlich 831.000, sind geringfügig beschäftigt oder haben einen Minijob. Zusätzlich verdienen sich rund 19.000 Rentner*innen in einem Nebenjob etwas dazu. Die Mehrheit arbeitet im Büro, geht putzen oder jobbt als Fahrer:in.

Warum genießen diese Menschen nicht nach einem langen Arbeitsleben ihren Ruhestand? Es gibt die, die immer noch Spaß an der Arbeit haben und sich zuhause allein fühlen. Andere werden dringend gebraucht, weil es zu wenig Fachkräfte gibt. Und dann sind da diejenigen, die nur mit ihrer Rente nicht über die Runden kommen würden: Etwa 15 Millionen Senior:innen in Deutschland haben Altersbezüge von etwas über 850 Euro im Monat. Das führt zwangsläufig zu finanziellen Problemen und zu Altersarmut. Denn mit weniger als 1.074 Euro im Monat gilt man offiziell als „arm“.

Wer kann, bessert sein Einkommen deshalb gern mit einem Job auf: „Es ist doch der blanke Hohn, dass man, obwohl man immer stramm gearbeitet hat, nicht auskömmlich von der Rente leben kann“, kritisiert der Hamburger SoVD-Landesvorsitzende Klaus Wicher. Er begrüßt, dass jetzt erste Senior:innen von der Grundrente profitieren. Sie werde helfen, Altersarmut vorzubeugen: „Darüber hinaus braucht es eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro, eine Erwerbstätigenversicherung und einen Mindestlohn von 13 Euro.“