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Spende für Behinderteneinrichtung Erlenbusch

Der Ortsverband Bergstedt-Sasel wollte zum Jahresende noch einmal Gutes tun: Der Spendenscheck der SoVD‘ler aus dem Hamburger Norden geht an die Behinderteneinrichtung Erlenbusch in Volksdorf.

Im schönen alten Kaminzimmer des Hauses Erlenbusch nahm die Heimleiterin Susanne Okroy (Mitte) den Spendenscheck von den SoVD’lern aus Bergstedt-Sasel, Werner Rowoldt (links) und Andrea Meyer (rechts), entgegen.

Der Erlenbusch, am Rande von Volksdorf im Klosterwisch gelegen, ist das Zuhause von 42 Kindern und Jugendlichen mit Körper- und Mehrfachbehinderung. 1935 gründete Hilde Wulff (1898 - 1972) die Einrichtung in Volksdorf und leitete sie bis 1964. Seitdem gehört die Einrichtung der Martha Stiftung an. Die Gründerin selbst war stark körperbehindert. Dank der Unterstützung ihrer Familie konnte sie aber trotzdem einen Schulabschluss machen und studieren. Ungewöhnlich in einer Zeit, in der es für behinderte Kinder nicht mal eine Schulpflicht gab.

Hilde Wulff erkannte schon früh, wie wichtig es für stark behinderte Kinder ist, zusammen in Wohngruppen zu leben. Deshalb bezog sie Anfang der 30er-Jahre in Berlin eine Villa und bot dort 20 Kindern mit Körperbehinderungen und Verhaltensstörungen ein Obdach. Glücklicherweise erkannt sie nur wenige Jahre später die große Gefahr, die von dem Gedankengut der Nazis in Bezug auf behinderte Menschen ausging. Aus diesem Grund siedelte sie mit „ihren“ Kindern 1935 ins damals beschauliche Volksdorf, in das „Klöppersche Landhaus“ über. 1964, nach einem engagierten Leben mit und für behinderte Kinder, übergab Hilde Wulff die Trägerschaft des Heims an die Martha Stiftung, die auf dem großen Grundstück einen Neubau errichtete, um mehr Kinder unterbringen zu können. Heute werden sie hier in fünf Wohngruppen von Pädagogen, Heilerziehern, Physio- und Ergotherapeuten sowie Krankenpflegern betreut.

Inzwischen platzt das Haus schon wieder aus allen Nähten: Junge Erwachsene müssen immer noch in ihren Kinderzimmern leben, kleine Kinder können nicht aufgenommen werden. Deshalb soll nun ein zweiter Anbau entstehen. Hier sollen in der Zukunft 16 Jungerwachsene ein an ihre Behinderung angepasstes Lebensumfeld finden.

Werner Rowoldt, Vorsitzender SoVD-Ortsverband Bergstedt-Sasel, wusste durch eine Bekannte, deren Enkelkind in der Einrichtung lebt, von der guten Arbeit, die im Erlenbusch geleistet wird. Als sich nach einem Kassensturz im Ortsverband herausstellte, dass Geld übrig ist, war für ihn sofort klar: „Das spenden wir an den Erlenbusch!“ Bei der letzten Ortsverbandssitzung ging sogar noch einmal der Hut herum und alles in allem kamen 525 Euro zusammen.

Susanne Okroy, Leiterin des Erlenbusches war begeistert, als Werner Rowoldt und seine Stellvertreterin Andrea Meyer persönlich vorbeischauten und den Scheck überbrachten: „Wir freuen uns sehr, denn wir leben vor allem von den kleinen Spenden“, dankte sie den beiden SoVD’lern. Und so langsam summieren sich diese kleinen Gaben für den Neubau: 620.00 Euro liegen inzwischen im Spendentopf. Dabei weiß Susanne Okroy, dass der Weg bis zum Baubeginn noch lang und steinig ist, denn 2,7 Millionen Euro müssen für das ambitionierte Projekt aufgebracht werden. Dennoch ist die Leiterin des Erlenbusches optimistisch, dass es klappt – denn: „Jeder gespendete Cent geht komplett in das Projekt“, verspricht sie.


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